Linda Kelly
Die Top 5 Zitate von Linda Kelly
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„Wenn ich mir angucke, was wir Frauen in der Landwirtschaft alles leisten und was wir für Multitalente sind, dann muss ich ganz klar sagen: Wir müssen uns in der Zukunft definitiv auf Augenhöhe begegnen.“ – Linda Kelly
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„Jeder, der eine Tasse regionalen Lupinenkaffee trinkt anstatt importierten Bohnenkaffee, setzt einen guten CO2-Fußabdruck. Alles, was hier vor der Haustüre wächst, ist einfach die bessere Wahl.“ – Linda Kelly
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„Wir können versuchen, hier unten alles richtig zu machen, aber im Endeffekt sind wir komplett von dem abhängig, was von oben kommt. Wenn man auf den Boden fällt, heißt es: Krönchen aufsetzen, aufstehen und weitergehen.“ – Linda Kelly
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„Jemand, für den das Herz für die Landwirtschaft schlägt, findet immer einen Weg. Man muss mutig sein, sich in die Nische trauen und nicht nur auf Größe setzen.“ – Linda Kelly
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„Das Leben mit drei Generationen auf dem Hof ist ein super Lerneffekt für Kinder. Man lernt Kompromisse zu schließen, zu kommunizieren und merkt einfach, was Familie und Sicherheit bedeuten.“ – Linda Kelly
Linda Kelly: Pionierin der Süßlupine und passionierte Bio-Landwirtin am Bodensee
Eingebettet in die malerische Landschaft nahe des Bodensees, mit freiem Blick auf den Säntis, liegt der idyllische Einzelhof von Linda Kelly (43). In Oberndorf, einem Ortsteil der Gemeinde Herdwangen-Schönach (Landkreis Sigmaringen), bewirtschaftet sie gemeinsam mit ihren Eltern, ihrem Mann und ihren Kindern einen vielseitigen Bioland-Betrieb. Lindas Geschichte ist eine von Mut, familiärem Zusammenhalt und der unglaublichen Innovationskraft, die in der modernen, ökologischen Landwirtschaft steckt.
Zurück zu den Wurzeln: Der Weg zum Biolandhof
Der elterliche Hof wurde 2007 auf die ökologischen Richtlinien des Biolandverbands umgestellt. Damals suchten Lindas Eltern nach neuen Perspektiven, um aus dem starren System der konventionellen Landwirtschaft auszubrechen und wieder freier in Kreisläufen wirtschaften zu können.
Linda selbst, die auf dem Hof mit all seinen Höhen und Tiefen aufwuchs, absolvierte zunächst eine landwirtschaftliche Lehre, entschied sich dann aber bewusst für eine kaufmännische Ausbildung in der Industrie. Das Ziel: Rüstzeug für die viele Büroarbeit in der Landwirtschaft sammeln. Mit der Geburt ihres ersten Kindes kehrte sie der Industrie den Rücken und stieg voll in den elterlichen Betrieb ein. Heute leben drei Generationen auf dem Hof – ein buntes, harmonisches Zusammenleben, das den Kindern Freiraum, Naturverbundenheit und wichtige Werte fürs Leben mitgibt.
Frauen in der Landwirtschaft: Zeit für Augenhöhe
Linda Kelly kennt die Vorurteile, wonach Frauen in dieser männergeprägten Branche oft nur als „die Ehefrau“ angesehen werden, die für Carearbeit, Küche oder den Hofladen zuständig ist. Doch Linda weiß aus eigener Erfahrung: Frauen in grünen Berufen sind absolute Multitalente. Gerade im Hinblick auf die soziale Absicherung und die gesellschaftliche Wahrnehmung setzt sie sich dafür ein, dass Frauen ermutigt werden, eigene Ideen zu verwirklichen und sich starke Netzwerke aufzubauen.
Der Zufall, der alles veränderte: Die Entdeckung der Süßlupine
Im Jahr 2013 fror auf einem kleinen, knapp ein Hektar großen Acker des Hofes der Weizen über den Winter ab. Auf der Suche nach einer neuen Sommerung stieß die Familie durch Zufall auf die Süßlupine. Was zunächst als hübsche Blume für Lindas Blumenfeld zum Selberpflücken gedacht war, entpuppte sich als landwirtschaftlicher Jackpot.
Im Gegensatz zur giftigen Gartenlupine ist die Süßlupine frei von bitteren Alkaloiden und hervorragend für den Verzehr geeignet. Im August erntete die Familie die weißen Lupinensamen – und war sofort „schockverliebt“.
Vom Blümchenkaffee zur regionalen Soja-Alternative
Mit der Frage „Was machen wir jetzt daraus?“ begann eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Die ersten Samen wurden nach dem Rat älterer Dorfbewohnerinnen in der heimischen Pfanne geröstet (was die Küche ordentlich unter Rauch setzte) und durch einen Kaffeefilter aufgebrüht. Der Lupinenkaffee war geboren! Er ist völlig koffeinfrei, reizstoffarm, basisch und besticht durch einen milden, kaffeeähnlichen Geschmack – ganz ohne Kaffeesäuren.
Doch Linda Kelly wusste: Da geht noch mehr! In den ersten vier Jahren sortierte sie die Lupinen noch mühsam von Hand („wie Aschenputtel“). Dank der technischen Unterstützung ihres Mannes, einem Maschinenbauingenieur, wuchs die Produktion. Die Süßlupine ist ein wahres Superfood:
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Basisch und gesund: Lässt den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen.
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Proteinreich: Enthält alle essentiellen Aminosäuren und wenig Kohlenhydrate.
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Gicht-freundlich: Sehr purinarm.
Unter dem Motto „Soja? Näh! Lupine!“ entwickelte Linda ein beeindruckendes Portfolio, das heute direkt ab Hof, im eigenen Online-Shop und im Lebensmitteleinzelhandel vertrieben wird:
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Lupinenmehl, Schrot und Flocken
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Lupinen-Porridge mit Bodenseeapfelstücken
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Lupinenwürze: Eine 6 Monate natürlich fermentierte, regionale Alternative zur Sojasauce mit intensivem Umami-Geschmack.
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Lupinennudeln und Bruchweizen
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Lupinen-Edelbrände, Kaffeelikör und Kaffeegeist
Resilienz: Die Herausforderungen der Natur meistern
Der Anbau von mittlerweile 10 Hektar Lupinen bringt auch Tücken mit sich. Als Leguminose ist die Pflanze zwar eine absolute „Superkultur“ für den Boden, da sie Stickstoff aus der Luft bindet, doch das Wetter ist unberechenbar. Von extremer Trockenheit 2018 (als die Schoten auf dem Feld platzten) über Hagelschäden bis hin zu nasskalten Jahren, in denen der Traktor im Schlamm versinkt – die Landwirtschaft erfordert eine enorme Resilienz. Doch wenn man hinfällt, heißt es für Linda einfach: Krönchen richten und gemeinsam in der Familie eine Lösung finden.
Blick in die Zukunft: Neue Snack-Ideen
Lindas Innovationsgeist ist noch lange nicht erschöpft. Aktuell tüftelt sie an in Salzlake eingelegten Lupinenkernen – einem gesunden, proteinreichen Snack, der in südländischen Regionen wie Portugal traditionell zum Bier gereicht wird. Auch hier beweist sie wieder: Wer mit Leidenschaft und Mut seine eigene Nische findet, kann in der modernen Landwirtschaft Großes bewirken.
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Weiterlesen: Lupinen Rezepte aus der Praxis einer Bio-Landwirtin
Lupinen Rezepte Linda Kelly steht in ihrer Küche in Oberndorf bei Herdwangen-Schönach und schüttet Lupinenschrot in einen Topf mit kochender Brühe. Fünfzehn Minuten später liegt etwas auf dem Teller, das aussieht wie Hackfleisch, aber keines ist. „In einer Tomatensauce kochen, dann ist es wie eine Bolognese mit Lupinen“, sagt die Bio-Landwirtin. Sie baut seit über…
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Weiterlesen: Lupinenmehl zum Backen: Mehr Eiweiß, elastischerer Teig
Lupinenmehl Die Idee passt in einen Satz. „Herkömmliches Mehl 20 Prozent ersetzen mit dem Lupinenmehl und schon hat man mehr Eiweiß, einen elastischeren Teig.“ Linda Kelly sagt das, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. Für die Bio-Landwirtin aus Herdwangen-Schönach am Bodensee ist es das auch. Seit über einem Jahrzehnt baut sie Süßlupinen an und…
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Weiterlesen: Lupinenkaffee Geschmack: So nah am Original, dass es überrascht
Lupinenkaffee Geschmack Die erste Tasse Lupinenkaffee in der Geschichte des Biolandhofs Kelly entstand 2013 in einer Bratpfanne. Linda Kelly und ihre Mutter Johanna hatten gerade ihre erste Lupinenernte eingefahren. Ein Hektar, eigentlich für Weizen vorgesehen, der über den Winter erfroren war. Jetzt lagen kleine weiße Samen in Eimern, und niemand wusste so recht, was damit…
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Weiterlesen: Süßlupinen Nährwerte: Eiweiß, Aminosäuren und mehr
Süßlupinen Nährwerte Linda Kelly zählt die Vorzüge ihrer Süßlupine auf wie jemand, der diesen Vortrag schon hundertmal gehalten hat und trotzdem jedes Mal begeistert ist. „Sehr viel Eiweißanteil, wenig Kohlenhydrate. Sie ist basisch, sie hat alle essentiellen Aminosäuren, wenig Purin, was bei Gicht interessant ist, sie lässt den Blutzuckerspiegel langsam ansteigen.“ Sechs Punkte in einem…
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Weiterlesen: Süßlupinen anbauen: Erfahrungen aus 10 Jahren Ökolandbau
Süßlupinen anbauen 2013 war es ein Hektar. Ein Zufall, weil der Weizen über den Winter erfroren war und irgendwas auf die Fläche musste. Linda Kelly und ihre Familie hatten von Süßlupinen gelesen, Saatgut besorgt und einfach losgelegt. „Durch Zufall haben wir von den Süßlupinen gelesen und dann habe ich gedacht, ja, die bauen wir an“,…