„Das machen wir im Jahr, was die an einem Tag machen.“ Alexander Diet sagt diesen Satz ohne Bitterkeit. Er beschreibt nur, wo er steht: in einer kleinen Sennerei am Ortsrand von Isny im Allgäu, mit einem Kupferkessel, fünf Milchbauern aus zehn Kilometern Umkreis und 6.000 Käselaiben im Keller unter seinen Füßen.
Diet ist Käser und Inhaber der Käsküche Isny. Gefunden hat er sie im Internet. „Zufällig haben wir gesehen, dass in Isny die Käsküche zu übernehmen ist. Das ist jetzt fast zehn Jahre her, und wir haben das eigentlich sofort entschieden und gemacht.“ Vorher: Ausbildung zum Molkereifachmann ab 1987, vermittelt von einem Rektor, der zufällig eine Käserin kannte. Später Molkereitechniker in Kempten. Dann der Sprung in die Selbstständigkeit, mitten im Allgäu.
In dieser Folge erzählt er, warum sein Bergkäse Adelegger heißt und nicht Allgäuer Bergkäse heißen darf. Warum ein Kilo Käse ihn allein an Milch fast acht Euro kostet. Warum in Silomilch Sporen stecken, die einen gereiften Laib zur Kugel blähen würden. Und von dem einen Käse, der ihm einmal perfekt gelang und nie wieder: „So eine Art Emmentaler, hat sehr gut geschmeckt, aber nicht gewusst warum.“
Wer nach dem Hören Appetit hat: Der Laden der Käsküche hat sieben Tage die Woche geöffnet, und durch eine große Scheibe kann man Diet und seinem Team beim Käsen zuschauen. Um neun Uhr morgens läuft die Milch in den Kessel.
Mehr über den Betrieb steht im Porträt der Käsküche Isny, mehr über den Mann dahinter im Porträt von Alexander Diet.
