Ein Firmenbesitzer bei Ravensburg musste seine Streuobstwiese fällen. Drei alte Bäume weg, damit die neue Lagerhalle Platz hat. Also rief er Mirko Siakkou-Flodin an. Mirko ließ die Stämme stehen, trapierte sie und setzte an jede Schnittfläche ein Gesicht aus Schrottmaterial. Van Gogh aus Blech. Die Mona Lisa aus Metallfundstücken. Ein Roboterkopf. Ein Porträt seiner Tochter. Gesichter durch sämtliche Kunstepochen. So sehen Metallskulpturen für den Garten aus, wenn Mo Metallkunst sie baut.
Warum Metallskulpturen für den Garten keine Baumarkt-Deko sein müssen
Wer online nach Metallskulpturen für den Garten sucht, findet Massenware. Rostige Herzen, Edelstahl-Kugeln, Windräder mit Eulen. Mirko macht etwas anderes. Jede Arbeit entsteht für einen konkreten Ort. Er fährt hin, schaut sich die Landschaft an, die Architektur, das Licht. Er nennt sich selbst einen Kriminologen. „Ich sammle Indizien. Es geht noch gar nicht darum, dass man eine Idee fasst, sondern man sammelt alles, was man irgendwie dort hineinbringen kann.“
Am Bodenseeradweg in Eriskirch hat er einen ganzen Spielplatz als Kunstprojekt gestaltet. In Horgenzell steht sein Windspiel im Kreisverkehr. In Bettenreute ein Skulpturenweg, bei dem die Dorfgemeinschaft mitgebaut hat, dokumentiert in einem eigenen Buch. Metallskulpturen für den Garten können bei Mo Metallkunst alles sein: kinetisch, klingend, brennend, spielbar.
Leichtbau: Größer als man denkt
Mirkos Biegemaschine war die erste Maschine, die er sich selbst gebaut hat. Sie steht für seinen ganzen Ansatz. Rohre statt Vollmaterial. „Von außen kann man nicht sehen, ist das ein Vollmaterial oder ein Rohr. Und man kann mit Rohren fantastische Dinge machen.“
Seine Skulptur Panta Rhai in Ravensburg ist elf Meter hoch, aus Edelstahl und Bronze. Die Alexa am Berliner Alexanderplatz misst neun Meter. Beides hat er in Sektionen gebaut und als Einzelperson transportiert. „So kann ich praktisch als Einzelperson arbeiten in großen Dimensionen.“ Für einen privaten Garten bedeutet das: Die Skulptur kann größer werden, als man denkt. Und das Fundament muss nicht für zehn Tonnen ausgelegt werden.
Material mit 80 Prozent Upcycling-Quote
Mirko arbeitet seit 1996 mit einer Upcycling-Quote von 80 Prozent. Sein Atelier läuft seit dem Jahr 2000 mit Ökostrom. Das war keine bewusste Entscheidung für ein Label, sondern einfach so. „Das ist keine Idee, die ich mir erarbeitet habe als Konzeption, sondern sie kommt aus mir heraus.“ Schon als Jugendlicher hat er aus Glühbirnen und Treibholz Figuren gebaut.
Bevor er anfängt, geht er auf den Schrottplatz. Gezielt, nicht sammelnd. „Bei aller Intellektualität muss man zugeben, man findet Sachen, wo man sagt, daran hätte ich nicht gedacht und das ist sogar die Lösung.“ Recycelter Stahl hat Oberflächen, die Neumaterial nicht hat. Patina, die man nicht künstlich erzeugen kann. Metallskulpturen für den Garten aus diesem Material passen zu einem Haus mit Charakter besser als polierter Edelstahl aus dem Katalog.
Von der Gartenskulptur zum Geocaching
Einige von Mirkos Außenskulpturen sind als Geocaching-Stationen registriert. Das Wasserspiel in Höchst (Österreich), der Skulpturenweg in Bettenreute, der Schussen-Piraten-Spielplatz am Bodensee. Metallskulpturen für den Garten oder den öffentlichen Raum, die man suchen, finden und erleben kann.
„Mit Metall kann man zaubern“, sagt er. Kontakt über mo-metallkunst.de.
Mehr über Mirko Siakkou-Flodin bei pekuu audiostories.
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