Die Anfahrtsbeschreibung kommt vom Vorstand selbst, und sie ist ungewöhnlich präzise: „Die Laichinger Tiefenhöhle ist sozusagen am Ortsrand von Laichingen. Man fährt vom Ortsschild Laichingen nur so circa 400 Meter.“
Alexander Schneider, Vorstand im Höhlen- und Heimatverein Laichingen, kennt die Anfahrt aus tausend Wochenenden Eigenanfahrt. Vier hundert Meter vom Ortsschild bis zum Parkplatz. Wer Laichingen aus einer Richtung erreicht, sieht die Höhle praktisch sofort.
Mit dem Auto
Laichingen liegt direkt an der A 8 zwischen Stuttgart und Ulm, Abfahrt Merklingen-Schwäbische Alb. Von der Autobahnabfahrt sind es nur wenige Minuten in den Ort. Wer mit dem Auto kommt, navigiert auf „Höhlenweg, Laichingen“ oder direkt „Laichinger Tiefenhöhle“. Beide Routen führen auf den großen Parkplatz am Eingang.
Konkret die Strecken-Angaben:
– Von Stuttgart über die A 8: etwa 60 Kilometer, rund 50 Minuten
– Von Ulm: etwa 35 Kilometer, rund 35 Minuten
– Von München über die A 8: etwa 130 Kilometer, rund eineinhalb Stunden
Diese Zeiten sind ohne Berücksichtigung des regelmäßigen Stau-Geschehens auf der A 8 zu verstehen, wer freitagnachmittags oder sonntagsabends fährt, plant Puffer ein.
Der Parkplatz
Schneider beschreibt die Parksituation klar: „Dann kommt man zu einem großen Parkplatz und Busparkplatz.“ Der reguläre Parkplatz hat genug Kapazität für die meisten Wochenenden in der Saison. An besonders gut besuchten Sommer-Wochenenden kann er voll werden, dann wird auf umliegende Flächen ausgewichen.
Der Busparkplatz ist eigens für Reisebusse und Schullklassen eingerichtet, die Tiefenhöhle ist ein beliebtes Ziel für Klassenausflüge, und ohne Busparkplatz wäre das nicht zu organisieren.
Das Parken ist je nach Saison-Status kostenlos oder mit moderaten Gebühren verbunden. Aktuelle Konditionen prüft man am besten beim Höhlen- und Heimatverein direkt.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Laichingen ist mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar, aber nicht ideal angebunden. Wer aus Ulm oder Stuttgart kommt, nutzt am besten die Buslinien des Verkehrsverbunds Donau-Iller. Von der Haltestelle in Laichingen-Ort zur Tiefenhöhle sind es zu Fuß etwa 10 bis 15 Minuten, kein langer Weg, aber bei Regen oder mit kleinen Kindern erwähnenswert.
Wer von weiter weg kommt, fährt mit dem Zug bis Ulm Hauptbahnhof und steigt dort in den Bus um. Die Verbindungen sind nicht häufig, deshalb lohnt es sich, vorher den Fahrplan zu prüfen.
Was am Ankunftsort sonst noch ist
Direkt am Parkplatz steht das Rasthaus mit Getränken, Imbiss und Kuchen. Daneben der Spielplatz, die Spielwiese und der Kletterwald Laichingen. Wer für einen ganzen Tag plant, hat alles auf einem Areal.
Schneider beschreibt es so: „Nebenan hat es einen großen Spielplatz, große Spielwiese und auch der Kletterwald Laichingen ist direkt nebendran, sodass man die beiden Sachen zum Beispiel gut kombinieren kann, Kletterwald und Tiefenhöhle.“ Für Familien ist das die unbeabsichtigte Tagesplanung.
Die Adresse
Die offizielle Adresse der Laichinger Tiefenhöhle lautet:
Höhlenweg 220
89150 Laichingen
Baden-Württemberg, Deutschland
GPS-Navigation auf diese Adresse führt direkt auf den Parkplatz.
Die Öffnungszeiten zur Anreise mitdenken
Wer die Anreise plant, sollte die Öffnungszeiten mit einkalkulieren. Schneider gibt sie so an: „Die Tiefenhöhle hat saisonal geöffnet von Palmsonntag bis Ende Herbstferien Baden-Württemberg. In der Saison täglich von 10 bis 17 Uhr 30.“
Wer im Winter anreist, kann die Höhle nicht besuchen. Wer in der Saison kommt, sollte spätestens gegen 16:00 Uhr am Parkplatz sein, der letzte Einlass liegt rund eine Stunde vor Schließung. Mehr dazu im Artikel zu den Öffnungszeiten der Tiefenhöhle.
Mit dem Fahrrad
Die Schwäbische Alb hat ein gut ausgebautes Radwegenetz. Wer aus der Region kommt und das Wetter mitspielt, kann auch mit dem Fahrrad anreisen. An der Tiefenhöhle gibt es Abstellmöglichkeiten direkt vor dem Eingang.
Beachten: Die Anfahrt geht hoch auf die Alb, also mit Höhenmeter-Gewinn. Wer aus dem Donautal kommt, hat ungefähr 200 Höhenmeter zu überwinden. Wer schon auf der Alb-Hochfläche ist, hat es eben.
Wer von weit her anreist
Wer aus Norddeutschland, der Schweiz oder Österreich anreist, plant in der Regel mehrere Tage und kombiniert die Tiefenhöhle mit anderen Zielen auf der Schwäbischen Alb. Mögliche Tageskombinationen:
– Hohle Fels in Schelklingen (UNESCO Welterbe, Eiszeitkunst)
– Blautopf in Blaubeuren (größtes Höhlensystem der Alb)
– Schertelshöhle oder Sontheimer Höhle (Tropfsteinhöhlen)
– Bad Urach mit Uracher Wasserfall (rund 30 km nördlich)
Hotels und Pensionen gibt es in Laichingen selbst sowie in den umliegenden Alb-Orten. Wer Wochenend-Besucher ist, sollte in der Hauptsaison vorab buchen.
Mehr zur Tour-Dauer, zum Audioguide-Konzept und zur Vereinsarbeit im Podcast mit Alexander Schneider.
