Kaffee magenfreundlich
Es gibt Menschen, die Kaffee lieben, aber ihr Magen liebt ihn nicht zurück. Sodbrennen nach der zweiten Tasse. Ein flaues Gefühl am Nachmittag. Das Brennen, das sich in den Hals hochschiebt. Die Ursache ist meistens die Chlorogensäure im Bohnenkaffee. Sie reizt die Magenschleimhaut, fördert die Säureproduktion und macht vielen Menschen das Kaffeetrinken zur Zerreißprobe zwischen Genuss und Verdauung.
Linda Kelly kennt das Problem von ihren Kunden. Auf ihrem Biolandhof am Bodensee röstet sie Süßlupinen zu einem Kaffee, der diese Säure nicht hat. „Der Lupinenkaffee ist reizstoffarm und hat diese Kaffeesäuren nicht“, erklärt sie. Kein chemischer Trick, keine spezielle Röstung. Die Süßlupine hat schlicht keine Chlorogensäure.
Was Kaffee magenfreundlich macht
Die Kaffeesäure im Bohnenkaffee ist nicht das einzige Problem. Koffein stimuliert die Magensäureproduktion zusätzlich. Doppelte Belastung: Säure aus dem Kaffee plus Säure, die der Körper als Reaktion auf das Koffein produziert. Wer kaffee magenfreundlich trinken will, muss idealerweise beides loswerden.
Der Lupinenkaffee von Linda Kelly löst beides. Kein Koffein, weil die Süßlupine von Natur aus keines enthält. Keine Kaffeesäure, weil die Pflanze sie nicht bildet. Und obendrein ist die Lupine basisch. Statt den Körper zu säuern, wirkt sie dem entgegen.
„Durch den Lebenswandel, den wir haben, viel Stress, vielleicht nicht ganz die richtige Ernährung, sind wir oft übersäuert“, sagt Linda Kelly. „Da kann der Lupinenkaffee auch helfen.“ Nicht als Medikament. Aber als tägliche Tasse, die nicht schadet.
Wie er schmeckt
Die Sorge bei jeder Kaffee-Alternative: schmeckt es nach Verzicht? Linda Kelly hat diese Frage hundertfach beantwortet. „Wenn man Lupinenkaffee und normalen Kaffee nebeneinander stellen würde, wird der eine oder andere sagen: Das ist ein angenehmer, milder Kaffee.“ Nussig, rund, ohne Bitterkeit. Wer seinen Kaffee ohnehin mit Milch trinkt, wird den Unterschied kaum merken.
Wer nicht komplett umsteigen will, mischt. Normalen Bohnenkaffee und Lupinenkaffee zusammen. „Dann schmeckt er ein bisschen angenehmer, milder und hat nicht mehr so die starken Kaffeesäuren.“ Ein sanfter Übergang, kein Bruch. Die Zubereitung funktioniert mit jeder gängigen Methode, vom Papierfilter bis zur French Press.
Für wen magenfreundlicher Kaffee relevant ist
Kaffee magenfreundlich zu gestalten, ist für verschiedene Gruppen relevant. Menschen mit Gastritis oder Reflux, die nicht auf ihr Kaffeeritual verzichten wollen. Schwangere, die Koffein meiden sollen. Menschen mit Reizdarm, bei denen Kaffeesäure die Symptome verschlimmert. Alle, die abends noch eine warme Tasse trinken wollen, ohne danach wach zu liegen.
Auch für die basische Ernährung ist der Lupinenkaffee ein Baustein. Bohnenkaffee wirkt sauer. Lupinenkaffee basisch. Wer seinen Säure-Basen-Haushalt beobachtet, tauscht damit eine tägliche Säurequelle gegen ein basisches Getränk.
Und dann ist da der Puringehalt. Die Süßlupine hat wenig Purin. Für Menschen mit Gicht kann das relevant sein, weil Purin im Körper zu Harnsäure abgebaut wird und zu viel davon Anfälle auslösen kann. Purinarm essen fängt manchmal bei der Tasse an, die man morgens trinkt.
Vom Bodensee in die Tasse
Linda Kellys Lupinenkaffee stammt vom eigenen Feld. Bioland-zertifiziert, angebaut in Herdwangen-Schönach, geröstet auf dem Hof. Kein Container, kein Zwischenhändler. Erhältlich im Online-Shop und im Hofladen.
„Jeder, der eine Tasse Lupinenkaffee trinkt, anstatt importierten Bohnenkaffee, der setzt natürlich auch einen guten CO2-Fußabdruck.“ Dreißig Kilometer statt zehntausend. Kaffee magenfreundlich zu trinken, sollte kein Projekt sein. Es sollte so einfach sein wie Wasser aufkochen. Mit Lupinenkaffee ist es das.
Die ganze Geschichte im pekuu audiostories Podcast.
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