Wer den Brigantia Sherry Cask pur ins Glas bekommt, riecht zürst Nougat. Wer dann an einem süßen roten Wermut riecht, hat eine zweite warme Aroma-Linie in der Nase. Kräuter, Vanille, eine leichte Bitternote im Hintergrund. Beide Stimmen treffen sich in der gleichen Welt: warm, ausgereift, ohne scharfe Kanten. Genau dort liegt die Logik des Manhattan, sobald er mit einem deutschen Single Malt statt mit Rye Whiskey gemacht wird.
Der Manhattan ist einer der ältesten amerikanischen Cocktails. Erste Erwähnungen in den 1880er Jahren. Klassisch mit Rye Whiskey, süßem rotem Wermut und Angostura Bitter. Mit dem Brigantia wird er zu einem Drink mit deutscher Bodensee-Tiefe statt amerikanischer Schärfe.
Was den Manhattan prägt
Drei Komponenten. Der Whisky bildet die Basis. Der Wermut gibt die warme, kräutige Linie. Der Bitter gibt eine Tiefe und eine leichte Bitternote, die den Cocktail vom Süßen zurückhält.
Klassisches Verhältnis: 6 cl Whisky auf 3 cl Wermut, dazu 2 bis 3 Dashes Bitter. Das ergibt einen ausgewogenen Manhattan, der weder zu süß noch zu hart ist.
Welcher Brigantia für den Manhattan
Brigantia Sherry Cask Vollreifung. Erste Wahl. Die Sherry-Cask-Aromen (Nougat, Trockenfrüchte, warme Süße) verbinden sich mit dem süßen roten Wermut zu einer dichten Mittellinie. Der Cocktail wird dunkel, warm, mit deutlicher Mittelteil-Tiefe.
Brigantia Multi-Cask (Standard) funktioniert ebenfalls. Das Profil ist weniger süß, der Cocktail klarer und straffer. Wer einen klassischen Manhattan-Charakter will, ist hier richtig.
Mit dem Brigantia Peat Lake (rauchig) wird der Manhattan ein rauchiger Cocktail. Funktioniert, ist aber Geschmackssache. Wer rauchige Manhattans liebt, kann es probieren.
Das Rezept
Pro Manhattan:
6 cl Brigantia Sherry Cask.
3 cl süßer roter Wermut (Carpano Antica Formula, Cocchi Vermouth di Torino oder Vergleichbares).
2 bis 3 Dashes Angostura Bitter.
Eis für den Rührglas.
Garnitur: Cocktailkirsche (Maraschino oder Amarena), optional Orangenzeste.
Die Zubereitung
Wichtig: Der Manhattan wird gerührt, nicht geshakt. Shaken würde Luft einarbeiten und den Drink trübe machen.
Brigantia, Wermut und Bitter in ein Rührglas geben. Eis dazu.
Mit einem langen Löffel rühren. 30 bis 40 Bewegungen, langsam und stetig. Der Drink wird kalt, aber nur leicht verdünnt.
Abseihen in ein vorgekühltes Coupe-Glas oder Cocktailglas. Strain durchs Julep-Sieb oder Hawthorne-Sieb.
Cocktailkirsche reingeben. Optional eine Orangenzeste über dem Glas ausquetschen und reinwerfen.
Welcher Wermut
Süßer roter Wermut ist Standard. Italienische Marken wie Carpano Antica Formula sind die Premium-Wahl, mit dichtem Profil und Vanille-Tiefe. Cocchi Vermouth di Torino ist eine Stufe darunter, immer noch sehr gut. Martini Rosso und Cinzano Rosso sind die Massenmarkt-Wahl, funktionieren auch.
Beim Brigantia Sherry Cask lohnt sich ein hochwertiger Wermut. Die Sherry-Cask-Aromen können sich an einem dichten Wermut entfalten. Mit einem leichten Wermut wird der Cocktail unausgewogen, der Whisky dominiert zu stark.
Wann der Manhattan passt
Klassisch ein Aperitif vor dem Essen oder ein Drink für den Abend. Beide funktionieren.
Im Sommer mit mehr Eis und etwas mehr Wermut als sommerlicher Manhattan.
Im Winter pur ohne Eis (gewürztes Coupe-Glas, direkt aus dem Rührglas) als kompakter Drink.
Beim Brigantia Sherry Cask passt der Manhattan besonders zu Schokoladen-Desserts oder zu kräftigen Käse-Variationen. Die Sherry-Cask-Nougat-Linie passt zu beidem.
Wer Steinhauser ist
Die Steinhauser Bodensee Hausbrennerei und Weinkellerei wird in sechster Generation geführt. Brennrecht seit 1828. Standort Kressbronn. Brigantia seit 2008, 2024 vom Verband der Deutschen Whisky-Brenner als beste Whisky-Destillerie Deutschlands ausgezeichnet. Im Sortiment Brigantia Sherry Cask, Multi-Cask, Brigantia Peat Lake, Single-Cask-Abfüllungen, dazu SeeGin (IWSC-Trophy 2014), Rubo-Rum, Obstbrände, Wein, Brandy, Liköre.
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