Als Moritz Steinhauser mit zehn Kollegen 2017 nach London geflogen ist, um die IWSC-Trophy für den SeeGin entgegenzunehmen, betrat er Räume, die ihn an Harry-Potter-Filme erinnerten. Hohe Decken, Holzvertäfelung, dunkle Galerien, die ganze britische Verein-Atmosphäre. Die International Wine and Spirit Competition ist eine der wichtigsten Spirituosen-Verkostungen weltweit, mit Jahrhundert-Tradition. Wer hier eine Trophy bekommt, hat in einem Verfahren bestanden, das blind und mehrstufig läuft. Steinhauser hatte das 2014 mit dem SeeGin geschafft. Die offizielle Auszeichnung erfolgte später, der Anlass blieb der Tag in den Harry-Potter-Räumen.
IWSC London ist die Bezeichnung für die International Wine and Spirit Competition mit Sitz in London. Hier was die Trophy bedeutet und warum sie für Steinhauser zentral ist.
Was die IWSC ist
International Wine and Spirit Competition. Gegründet 1969, mit Sitz in London. Eine der renommiertesten Spirituosen-Verkostungen weltweit. Jährlich werden Tausende von Weinen und Spirituosen aus aller Welt eingereicht, blind verkostet und in verschiedenen Stufen bewertet.
Die Bewertungs-Stufen: Bronze, Silber, Gold, dann auf höchster Ebene die Trophies. Eine Trophy wird nicht in jeder Kategorie und nicht in jedem Jahr vergeben. Wenn das Niveau zu eng ist, kann die Jury entscheiden, keine Trophy zu vergeben. Wer eine Trophy bekommt, hat in einer Kategorie nicht nur Gold geholt, sondern wurde aus den Gold-Gewinnern als der beste seiner Klasse ausgezeichnet.
Was der SeeGin 2014 gewann
Die Trophy „World’s Best London Dry Gin„. Das ist die höchste Auszeichnung in der Kategorie London Dry Gin auf der IWSC. Es heißt, dass von allen eingereichten London Dry Gins der Welt der SeeGin der beste war.
Steinhauser ist bis heute der einzige deutsche Trophy-Gewinner in dieser Kategorie. Andere deutsche Gins haben Gold-Auszeichnungen geholt, aber keine Trophy. Was den SeeGin von der Konkurrenz abhob, war das Wacholder-Profil mit 48 Volumenprozent. „Wenn ein Gin nicht nach Wacholder schmeckt, dann ist es kein Gin“, sagt Moritz. Diese Haltung hat die Jury überzeugt.
Wer Steinhauser ist
Die Steinhauser Bodensee Hausbrennerei und Weinkellerei wird in sechster Generation geführt. Brennrecht seit 1828. Standort Kressbronn. Familienbetrieb. Im Sortiment Brigantia-Whisky (2024 vom Verband als beste Whisky-Destillerie Deutschlands ausgezeichnet), SeeGin (IWSC-Trophy 2014), Rubo-Rum, Obstbrände, Wein aus der Berghalde, Brandy, Liköre.
Was beim Trophy-Empfang passierte
„Wir sind mit zehn Mann rüber geflogen und haben die Trophy feierlich abgeholt.“ Das beschreibt den Anlass selbst. Steinhauser hat den Trophy-Empfang als Familien- und Freundes-Anlass gestaltet, nicht als nüchterne Geschäftsfahrt. Wer einer Familie mit Brennrecht seit 1828 angehört, weiß, wann ein Moment Bedeutung hat.
Die Räume der IWSC für den Empfang waren beeindruckend genug, dass Moritz sich an die Harry-Potter-Filme erinnerte. Hohe Decken, dunkle Holzvertäfelung, Galerien, alles in britischer Vereinskultur-Atmosphäre. Wer eine Trophy in solchen Räumen entgegennimmt, hat einen Moment, der die ganze Anstrengung der vorangegangenen Jahre rechtfertigt.
Was die Trophy für Steinhauser bedeutet hat
Sichtbarkeit. Die IWSC-Trophy wird international berichtet. Spirituosen-Magazine, Branchenmedien, Fach-Plattformen melden, wer eine Trophy holt. Für Steinhauser hat das die internationale Aufmerksamkeit auf den SeeGin gerichtet.
Glaubwürdigkeit. Wer eine IWSC-Trophy hat, hat in einem unabhängigen, blind verkosteten Verfahren bestanden. Das ist eine Auszeichnung, die nicht durch Marketing oder Werbeausgaben gekauft werden kann.
Selbstvertrauen. Die Familie wusste vorher, dass der SeeGin gut ist. Die Trophy hat das in einem internationalen Kontext bestätigt.
Was der SeeGin ausmacht
48 Volumenprozent, acht Botanicals (Wacholder, Zitronengras, Melisse und fünf geheime), klassischer London Dry Gin-Stil. Wer den SeeGin pur ins Glas bekommt, riecht zürst Wacholder, dann die helle Zitronengras-Linie, dann den Mittelteil aus den geheimen Botanicals.
Im Gin Tonic bleibt der Wacholder präsent, weil die 48 Volumenprozent die Substanz tragen. „Den Preis haben wir pur verkostet gewonnen. Aber wenn man den Wacholder zu einem Tonic dazugibt, verliert er nicht an Stärke, der Wacholder bleibt präsent.“
Was 2028 in der Steinhauser-Geschichte zusammenkommt
2028 sind es 200 Jahre Steinhauser. 20 Jahre Brigantia. Der erste 18-jährige Brigantia kommt voraussichtlich heraus. Drei Jubiläen in einem Jahr.
Die IWSC-Trophy aus 2014 ist Teil dieser Familien-Erzähl-Tradition. Wer 2028 eine Steinhauser-Flasche kauft, kauft eine Marke mit Brennrecht seit 1828, IWSC-Trophy 2014, Verband-Auszeichnung 2024 und der Vorbereitung auf den 18-jährigen Brigantia.
Mehr über die IWSC-Trophy und die Steinhauser-Familie im Podcast pekuu audiostories.
