Vikunja-Wolle – die teuerste Faser der Welt und ihr Nachfahre

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Kerstin Brandt erzählt gerne die Geschichte von der wertvollsten Faser der Welt. Sie beginnt in den Anden, bei einem Tier, das sich nicht zähmen lässt. Das Vikunja. Ein Schal aus Vikunja-Wolle: rund 1.000 Euro. Kerstin Brandt kennt den Nachfahren, der heute auf ihrem Hof in Lippertsweiler steht: das Alpaka.

„Das Urtier ist das Vikunja“, erklärt sie. Es sieht aus wie eine Mischung zwischen Reh und Alpaka.

Von der Vikunja-Wolle zum Alpaka

Alpakas wurden vor Jahrtausenden aus dem Vikunja gezüchtet. Baby-Alpaka: 18-22 Mikron. Weich, deutlich günstiger als Vikunja-Wolle. Die Faser musste extreme Bedingungen ausgleichen: tagsüber warm, nachts Minusgrade. „Deswegen kann man da so tolle Sachen draus machen.“ Temperaturregulierung, kaum Wollfett, für Allergiker geeignet.

Oberschwaben und die Anden

In Deutschland gibt es Alpakas seit ca. 30 Jahren. Maik und Kerstin Brandt arbeiten mit US-Genetik: Irish Meadow Reload, Irish Meadow Hudson. Ziel: Faser immer näher ans Vikunja-Ideal. „Das nahezu perfekte Alpaka. Das wird es nie geben, aber davon träumt jeder Züchter.“

Kein Vikunja-Budget nötig

Hofladen bei Brandtely Alpakas: Socken 80-85%, Mützen, Schals, Bettdecken. Alpaka-Betten aus individueller Wolle. „Ich kann sagen, von meinem Marshmallow möchte ich ein Bett haben.“ „Einfach wie so eine Wolke, wenn du da reinfährst.“ Kein Vikunja-Preis. Aber echte Qualität.


Kerstin Brandt im Gespräch mit pekuu audiostories. Die ganze Episode hören.

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