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Gin Tonic Rezept mit dem World’s Best London Dry

An der Bar in der alten Hirschapotheke in Lindau, hinter den Apothekerschränken aus 551 Jahren Apothekenbetrieb, steht der SeeGin mit Tonic-Wasser bereit. Daneben Zitronengras-Stiele, Wacholderbeeren als Garnitur, Eis im separaten Behälter. Wer hier einen Gin Tonic bestellt, sieht zu, wie der gemacht wird. Es ist kein verschlüsselter Vorgang. Aber es gibt Schritte, die zählen.

Das Rezept für einen Gin Tonic ist einfach. Was den Unterschied macht, sind die Zutaten. Der SeeGin hat 2014 in London die IWSC-Trophy zum weltweit besten London Dry Gin geholt. Steinhauser ist bis heute der einzige deutsche Gewinner dieser Trophy. Das ist die Basis. Hier das Rezept.

Die Zutaten

Pro Gin Tonic:

5 cl SeeGin (oder ein anderer London Dry Gin mit Substanz). Beim SeeGin sind das 48 Volumenprozent.

15 cl Tonic-Wasser. Klassisches Tonic mit Chinin. Welche Marke, ist Geschmacksache. Wichtig: Frisch geoeffnet, sonst verliert die Kohlensäure ihre Wirkung.

Eis. Klare, große Würfel sind besser als kleine. Sie schmelzen langsamer und verdünnen den Drink weniger.

Garnitur. Wacholderbeere ist die klassische Wahl. Zitronengras-Stiel bei Botanical-Gins wie dem SeeGin auch eine gute Option. Zitronenzeste statt voller Scheibe, weil die Zeste die ätherischen Öle abgibt, ohne den Drink mit Fruchtsaft zu füllen.

Die Reihenfolge

Erstens: Glas vorkühlen. Das Glas (Tumbler oder Copa, dazu später mehr) eine Minute mit Eis und etwas Wasser stehen lassen, dann das Wasser ausgießen.

Zweitens: Eis ins kalte Glas. Drei bis vier große Würfel oder ein paar Spheren. Das Glas sollte gut gefüllt sein.

Drittens: 5 cl SeeGin über das Eis gießen. Nicht rühren.

Viertens: Tonic-Wasser dazu. Langsam, am Löffel oder am Glasrand entlang einlaufen lassen, damit die Kohlensäure nicht zu schnell entweicht. Etwa 15 cl, das entspricht ungefähr einer 200-Milliliter-Flasche zu drei Vierteln.

Fünftens: Kurz umrühren. Einmal mit einem langen Löffel von unten nach oben, damit der Gin nicht unten am Boden sitzt.

Sechstens: Garnitur dazugeben. Wacholderbeere ins Glas, Zitronenzeste am Glasrand ausquetschen, dann reinwerfen.

Warum das mit dem SeeGin gut funktioniert

Bei vielen Gin Tonics drückt das Tonic den Wacholder weg. Beim SeeGin nicht. Moritz Steinhauser erklärt das so: „Den Preis haben wir pur verkostet gewonnen. Aber wenn man den Wacholder zu einem Tonic dazugibt, verliert er nicht an Stärke, der Wacholder bleibt präsent. So rundet sich das Gin Tonic sehr gut ab.“

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Die 48 Volumenprozent geben dem Gin die Substanz, um durch das Tonic durchzukommen. Wacholder bleibt auch im letzten Schluck. Die anderen Botanicals (Zitronengras, Melisse und fünf weitere) arbeiten weiter. Was im Glas steht, schmeckt nach Gin Tonic, nicht nach Tonic mit Gin-Hauch.

Mischungsverhältnis

Klassisch ist 1:3, also 5 cl Gin auf 15 cl Tonic. Das ergibt einen ausgewogenen Drink.

Wer mehr Wacholder will, kann auf 1:2 gehen (5 cl Gin auf 10 cl Tonic). Bei einem 40er-Gin wird das oft zu alkoholisch. Beim SeeGin mit 48 Volumenprozent funktioniert es, weil die Botanicals diese höhere Gin-Konzentration tragen.

Wer den Gin Tonic leichter will, kann auf 1:4 gehen (5 cl Gin auf 20 cl Tonic). Beim SeeGin bleibt der Wacholder auch hier noch erkennbar. Bei einem 37,5er-Gin würde er bei 1:4 verschwinden.

Welches Glas

Es gibt zwei Hauptlinien. Der Tumbler (gerades, kurzes Glas) ist klassisch englisch. Der Copa (bauchiges Weinglas) ist spanisch. Beide funktionieren.

Der Copa hat einen Vorteil: Der bauchige Form sammelt die Aromen oben, der Wacholder steigt in die Nase, jeder Schluck bringt die Botanicals besser ins Aroma-Spiel. Bei einem aromatischen Gin wie dem SeeGin lohnt sich der Copa.

Der Tumbler hat den Vorteil, dass er weniger Tonic-Volumen braucht. Wer einen kompakten Drink will, ohne großes Glas, ist mit dem Tumbler richtig.

Welche Garnitur

Klassisch ist Zitronenscheibe oder Limettenscheibe. Bei einem wacholder-orientierten London Dry Gin wie dem SeeGin ist das nicht zwingend die beste Wahl. Zitronenscheibe gibt zwar eine helle Note, kann aber den Wacholder dimmen.

Besser: Wacholderbeere als Garnitur. Sie unterstreicht das Hauptaroma, ohne neue Linien einzuführen.

Alternativ: Zitronenzeste (nur die Schale, ohne den weißen Anteil), kurz über dem Glas ausquetschen, dann reinwerfen. Das gibt eine Zitrus-Note, ohne den Drink süß oder fruchtig zu machen.

Wer Steinhauser ist

Die Steinhauser Bodensee Hausbrennerei und Weinkellerei wird in sechster Generation geführt. Brennrecht seit 1828. Standort Kressbronn. Beim SeeGin hat Steinhauser 2014 in London die IWSC-Trophy zum weltweit besten London Dry Gin geholt. Im Sortiment Brigantia-Whisky (2024 vom Verband als beste Whisky-Destillerie Deutschlands ausgezeichnet), SeeGin, Rubo-Rum, Obstbrände, Wein, Brandy, Liköre.


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