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Welches Tonic zu Gin. Wacholder-Test mit dem SeeGin

„Den Preis haben wir pur verkostet gewonnen. Aber wenn man den Wacholder zu einem Tonic dazugibt, verliert er nicht an Stärke, der Wacholder bleibt präsent.“ Das sagt Moritz Steinhauser über den SeeGin. Was dieser Satz mit der Tonic-Auswahl zu tun hat: Bei einem Gin, der nicht an Stärke verliert, ist die Tonic-Wahl freier als bei einem Gin, der ohnehin schwach durch das Tonic kommt.

Trotzdem ist die Tonic-Auswahl beim Gin Tonic eine eigene Disziplin. Verschiedene Tonics haben verschiedene Profile. Hier die Hauptlinien.

Klassisches Tonic Water

Das Original. Tonic Water mit Chinin, leicht bitter, mit Zucker oder Süßstoff, mit Kohlensäure. Marken wie Schweppes (klassische Variante), Fever-Tree Premium Indian, Thomas Henry Tonic.

Beim Gin Tonic mit klassischem Tonic kommt die bittere Linie vom Chinin nach vorne. Wacholder muss sich dagegen behaupten. Bei einem SeeGin mit 48 Volumenprozent geht das gut. Bei einem 37,5er-Gin wird der Wacholder oft weggedrückt.

Klassisches Tonic ist die sicherste Wahl, wenn Sie ein klassisches Gin-Tonic-Erlebnis wollen. Es ist die Mischung, die seit Jahrzehnten funktioniert.

Mediterranes Tonic

Eine modernere Linie. Mit zusätzlichen Botanicals wie Rosmarin, Thymian, Zitrusakzenten. Marken wie Fever-Tree Mediterranean, Thomas Henry Mediterranean.

Bei mediterranem Tonic verschiebt sich das Profil. Die Botanicals des Tonics treffen auf die Botanicals des Gins. Beim SeeGin mit Wacholder, Zitronengras, Melisse passt mediterranes Tonic gut, weil die helle Linie des Gins die mediterranen Akzente des Tonics aufgreift.

Wer einen klassischen Wacholder-orientierten Gin Tonic will, sollte aber bei klassischem Tonic bleiben. Mediterranes Tonic verschiebt das Profil weg von der reinen Wacholder-Linie.

Bitter Tonic

Mit höherem Chinin-Anteil, deutlich bitterer als klassisches Tonic. Marken wie Fever-Tree Aromatic Tonic Water.

Bei Bitter Tonic muss der Gin substantiell sein, sonst geht er unter. Beim SeeGin mit 48 Volumenprozent funktioniert es. Der Wacholder bleibt präsent, die Bitterkeit des Tonics gibt eine zusätzliche Aroma-Linie. Das Ergebnis ist ein erwachsenerer Gin Tonic, weniger süß, mehr bitter.

Wer Bittergetränke wie Negroni oder Aperol mag, sollte Bitter Tonic mit dem SeeGin probieren.

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Light Tonic

Mit weniger Zucker, oft mit Süßstoff. Marken wie Schweppes Slimline, Fever-Tree Light.

Light Tonic hat einen praktischen Vorteil: weniger Kalorien pro Glas. Geschmacklich ändert sich das Bild aber. Süßstoffe haben andere Aroma-Profile als Zucker. Mit Stevia oder Aspartam kommt eine andere Süß-Linie, die mit Wacholder unterschiedlich harmoniert.

Beim SeeGin funktioniert Light Tonic, ist aber nicht die erste Wahl, wenn das volle Aroma-Bild gewollt ist.

Indian Tonic vs. Standard Tonic

Indian Tonic ist die historische Bezeichnung für Tonic mit Chinin. Der Begriff kommt aus der britisch-indischen Kolonialgeschichte, wo Chinin als Malaria-Prophylaxe getrunken wurde und Gin als Geschmacksverbesserer dazu kam. Indian Tonic ist also nicht eine geografische Herkunfts-Angabe, sondern eine Stilbezeichnung.

Heute gibt es viele Indian Tonics von verschiedenen Marken. Bei Fever-Tree heißt es „Premium Indian Tonic Water“, bei Thomas Henry „Tonic Water“, bei Schweppes einfach „Tonic Water“. Die Unterschiede sind Nuancen in der Zuckermenge, der Chinin-Konzentration und der Kohlensäure.

Was Moritz im Brandstore serviert

Im Brandstore in Lindau, an der Bar in der alten Hirschapotheke, gibt es klassisches Tonic Water. Das ist die Standardwahl für einen klassischen Gin Tonic mit dem SeeGin. Wer eine mediterrane oder bitterere Variante probieren will, kann nachfragen.

Was zu beachten ist: Tonic muss frisch sein. Eine geoeffnete Flasche, die über Nacht im Kühlschrank stand, hat oft schon viel Kohlensäure verloren. Im Brandstore werden kleine Flaschen verwendet, die pro Gin Tonic frisch geoeffnet werden. Das ist bei einem Gin Tonic mit substantiellem Gin wie dem SeeGin wichtig, weil die Kohlensäure die Aromen in die Nase trägt.

Wer Steinhauser ist

Die Steinhauser Bodensee Hausbrennerei und Weinkellerei wird in sechster Generation geführt. Brennrecht seit 1828. Standort Kressbronn. Beim SeeGin hat Steinhauser 2014 in London die IWSC-Trophy zum weltweit besten London Dry Gin geholt. Im Sortiment Brigantia-Whisky (2024 vom Verband als beste Whisky-Destillerie Deutschlands ausgezeichnet), SeeGin, Rubo-Rum, Obstbrände, Wein, Brandy, Liköre.


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