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Gin Rickey mit SeeGin. Minimalist mit Wacholder

„Den Preis haben wir pur verkostet gewonnen. Aber wenn man den Wacholder zu einem Tonic dazugibt, verliert er nicht an Stärke, der Wacholder bleibt präsent.“ Wenn Moritz Steinhauser das sagt, denken die meisten an Gin Tonic. Aber der Satz gilt für jeden Drink mit Mixer. Beim Gin Rickey besonders. Drei Komponenten: Gin, Limettensaft, Sodawasser. Nichts dazwischen, kein Zucker, kein Sirup. Wer hier einen Gin verwendet, dessen Wacholder schon im Standard-Gin-Tonic verschwindet, hat im Gin Rickey eine farblose Limetten-Sprudelmischung.

Der Gin Rickey entstand in den 1880er Jahren in Washington D.C., in Shoomaker’s Bar. Erfunden vom Stammgast Colonel Jö Rickey. Klassisch mit Bourbon Whiskey, in den 1890ern auf Gin umgestellt und seither Standard. Heute ist der Gin Rickey einer der einfachsten Gin-Cocktails.

Was den Gin Rickey prägt

Drei Komponenten. Gin, frisch gepresster Limettensaft, Sodawasser. Mehr nicht. Kein Zucker, kein Sirup, kein Bitter.

Klassisches Verhältnis: 5 cl Gin, 1,5 cl Limettensaft, 10 cl Soda. Trocken, klar, ohne süßen Beigeschmack.

Der Gin Rickey ist verwandt mit dem Tom Collins, aber ohne den Zuckersirup. Was bleibt, ist eine reduzierte Komposition, in der jeder Bestandteil sich behaupten muss.

Warum der SeeGin in den Rickey passt

Im Gin Rickey ist Sodawasser geschmacklich neutral und das Limetten-Element gibt Säure ohne Süße. Was den Drink überhaupt nach etwas schmecken lässt, ist der Gin.

Bei einem 37,5er-Gin ist der Rickey oft fade. Es fehlt die Substanz, um die Limetten-Säure und das Soda zu füllen. Was bleibt, ist saures Wasser mit Gin-Hauch.

Beim SeeGin mit 48 Volumenprozent und klarer Wacholder-Linie wird der Rickey trocken, aber lebendig. Die Wacholder-Aromen füllen den Raum, den das Soda und der Limettensaft nur als Gerüst aufbauen. Was im Mund ankommt, ist ein klarer, erfrischender Drink mit Botanical-Charakter.

Das Rezept

Pro Gin Rickey:

5 cl SeeGin.

1,5 cl frisch gepresster Limettensaft.

10 cl Sodawasser (frisch geoeffnet).

Eis.

Garnitur: Limettenviertel.

Die Zubereitung

Highball-Glas vorkühlen. Wasser ausgießen.

Glas mit Eis füllen. Große Würfel, damit das Eis nicht zu schnell schmilzt.

SeeGin und Limettensaft direkt ins Glas über das Eis gießen.

EXKLUSIV

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Mit einem langen Löffel kurz umrühren, drei oder vier Bewegungen, damit Gin und Limettensaft sich verbinden.

Sodawasser langsam einlaufen lassen. Am Glasrand entlang, damit die Kohlensäure erhalten bleibt.

Limettenviertel über dem Glas auspressen, dann reinwerfen. Mit Strohhalm servieren.

Was das Verhältnis macht

Das klassische Verhältnis ist 5 cl Gin auf 1,5 cl Limettensaft und 10 cl Soda. Das ergibt einen trockenen Drink mit gutem Wacholder-Anteil.

Wer den Drink leichter will, kann auf 15 cl Soda gehen. Mehr Lockerheit, weniger Wacholder-Präsenz pro Schluck.

Wer ihn intensiver will, geht auf 8 cl Soda. Konzentrierter, mehr Botanical-Charakter, aber auch weniger erfrischend.

Wann der Gin Rickey passt

Klassisch ein Sommerdrink. Trocken, erfrischend, mit Soda-Frische. Im Hochsommer auf der Terrasse passend.

Auch als trockener Aperitif vor einem Essen. Der Gin Rickey ist eine Alternative zum Gin Tonic, die weniger Süße hat und eher den Appetit weckt.

Bei einer Verkostung von Gins ein guter Vergleichsdrink. Weil der Cocktail so reduziert ist, schmeckt man den Gin-Charakter sehr klar. Wer mehrere Gins vergleichen will, kann das im Gin Rickey gut tun.

Weniger als After-Dinner-Drink. Zu leicht, zu erfrischend. Da passt ein Negroni oder ein anderer kräftigerer Cocktail.

Vergleich zum Gin Tonic

Gin Tonic hat Zucker und Chinin im Tonic. Gin Rickey hat weder noch.

Wer Gin Tonic mag, aber etwas weniger süß will, sollte den Gin Rickey probieren. Der Drink ist eine reduzierte Form, in der der Gin stärker im Vordergrund steht.

Beim SeeGin ist der Gin Rickey eine interessante Variante, weil der Wacholder hier mehr Bühne hat als im klassischen Gin Tonic. Wer wissen will, wie ein Wacholder-orientierter London Dry Gin in einem klaren Cocktail wirkt, soll den Gin Rickey ins Glas geben.

Wer Steinhauser ist

Die Steinhauser Bodensee Hausbrennerei und Weinkellerei wird in sechster Generation geführt. Brennrecht seit 1828. Standort Kressbronn. Beim SeeGin hat Steinhauser 2014 in London die IWSC-Trophy zum weltweit besten London Dry Gin geholt. Im Sortiment Brigantia-Whisky (2024 vom Verband als beste Whisky-Destillerie Deutschlands ausgezeichnet), SeeGin, Rubo-Rum, Obstbrände, Wein, Brandy, Liköre.


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