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Gin Tonic Kalorien. Die Wahrheit vom 48-vol-Gin

Wer im Brandstore Lindau einen Gin Tonic mit Light Tonic bestellt, bekommt eine kleine separate Flasche neben das Standard-Tonic gestellt. Der Barkeeper zeigt beide. Gleiche Menge, gleiches Aussehen, gleicher Wacholder vom SeeGin im Glas. Unterschied: rund 45 Kalorien pro Drink. Bei zwei Gin Tonics am Abend ist das mehr als ein zweites halbes Glas Wein.

Die Frage, wieviel Kalorien ein Gin Tonic hat, ist nicht schwer. Hier die Zahlen.

Wie sich die Kalorien zusammensetzen

Reiner Alkohol hat 7 Kalorien pro Gramm. Bei 5 cl eines 40-prozentigen Gins enthaltenen Sie 20 Milliliter reinen Alkohol, das sind etwa 16 Gramm (Alkohol hat eine Dichte von ungefähr 0,79 g/ml), das ergibt rund 110 Kalorien.

Beim SeeGin mit 48 Volumenprozent sind in 5 cl 24 Milliliter reiner Alkohol, das sind 19 Gramm, das ergibt rund 133 Kalorien. Der Unterschied: 23 Kalorien pro Drink mehr.

Das Tonic kommt mit eigenen Kalorien dazu. Klassisches Tonic Water hat etwa 35 Kalorien pro 100 Milliliter aus dem Zucker. Bei 15 cl Tonic sind das 52 Kalorien. Light Tonic mit Süßstoff statt Zucker liegt bei 5 bis 10 Kalorien.

Gesamtbild für einen klassischen Gin Tonic 1:3:

Mit 40er-Gin und Standard-Tonic: rund 162 Kalorien.

Mit 48er-Gin (SeeGin) und Standard-Tonic: rund 185 Kalorien.

Mit 48er-Gin und Light Tonic: rund 140 Kalorien.

Was bei einem Gin Tonic kalorisch relevant ist

Drei Faktoren beeinflussen die Kalorien am stärksten: die Tonic-Wahl, die Gin-Menge und das Mischungsverhältnis.

Die Tonic-Wahl macht den grössten Unterschied. Wer von Standard-Tonic auf Light Tonic wechselt, spart pro Drink rund 45 Kalorien. Das ist mehr als der Unterschied zwischen einem 37,5er- und einem 48er-Gin.

Die Gin-Menge: Wer statt 5 cl nur 4 cl Gin nimmt, spart bei einem 40er-Gin 22 Kalorien, bei einem 48er-Gin 26 Kalorien.

Das Mischungsverhältnis: Wer auf 1:4 statt 1:3 mischt, hat mehr Tonic im Glas und damit (bei Standard-Tonic) mehr Kalorien. Light Tonic dreht das um.

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Warum die 48 Volumenprozent kalorisch trotzdem Sinn machen

Auf den ersten Blick wirkt es paradox: Wer Kalorien sparen will, sollte einen 37,5er-Gin nehmen. Aber die Frage ist nicht nur „Wie viele Kalorien pro Drink“, sondern auch „Wie viele Drinks pro Abend“.

Ein Gin Tonic mit dem SeeGin und 48 Volumenprozent hat mehr Substanz pro Glas. Wacholder kommt klarer durch, die Botanicals tragen, der Drink ist intensiver. Wer von einem solchen Gin Tonic einen weniger braucht, um zufrieden zu sein, spart in der Summe Kalorien.

Moritz Steinhauser formuliert das so: „Den Preis haben wir pur verkostet gewonnen. Aber wenn man den Wacholder zu einem Tonic dazugibt, verliert er nicht an Stärke, der Wacholder bleibt präsent. So rundet sich das Gin Tonic sehr gut ab.“ Ein SeeGin Tonic, der seinen Wacholder behält, fühlt sich vollwertig an. Ein 37,5er-Gin Tonic, in dem der Wacholder vom Tonic überlagert wird, fühlt sich schmaler an, was schnell zum zweiten Glas führt.

Praktische Tipps für kalorienarme Gin Tonics

Erstens: Light Tonic verwenden. Das spart deutlich mehr als jede Gin-Auswahl.

Zweitens: Mit Zitronenzeste oder Wacholderbeeren garnieren, nicht mit Zitronenscheibe. Die Scheibe gibt Fruchtsaft ab, der zusätzliche Kalorien bringt.

Drittens: Mehr Eis, weniger Tonic. Wer das Glas voll mit Eis macht und dann nur halbvoll mit Tonic auffüllt, hat weniger Tonic-Kalorien im Drink.

Viertens: Keine Sirupe oder zusätzlichen süßen Garnituren. Manche Bars geben Sirup oder fruchtige Garnituren dazu, was die Kalorien deutlich erhöht.

Was die Kalorien beim Trinken bedeuten

Ein Gin Tonic ist nicht die niedrigkalorische Wahl unter den Mischgetränken. Aber er ist auch nicht außergewöhnlich hoch. Im Vergleich:

Ein Aperol Spritz hat etwa 150 bis 180 Kalorien. Ein Mojito hat etwa 220 Kalorien. Ein Long Island Iced Tea hat etwa 350 Kalorien. Ein Glas trockener Weißwein hat etwa 120 Kalorien.

Der Gin Tonic mit dem SeeGin liegt mit 185 Kalorien im Mittelfeld. Wer auf Light Tonic umsteigt, kommt auf 140 Kalorien, das ist weniger als ein Glas Wein.

Wer Steinhauser ist

Die Steinhauser Bodensee Hausbrennerei und Weinkellerei wird in sechster Generation geführt. Brennrecht seit 1828. Standort Kressbronn. Beim SeeGin hat Steinhauser 2014 in London die IWSC-Trophy zum weltweit besten London Dry Gin geholt. Im Sortiment Brigantia-Whisky (2024 vom Verband als beste Whisky-Destillerie Deutschlands ausgezeichnet), SeeGin, Rubo-Rum, Obstbrände, Wein, Brandy, Liköre.


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